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Wissenschaftliche Tagung

Brüchiger Frieden? 100 Jahre Friedensvertrag von Brest-Litowsk

 

Im März 2018 jährt sich der Vertrag von Brest-Litowsk zum 100. Mal. Dieser Vertrag brachte Polen, den baltischen Staaten und kurzzeitig auch der Ukraine ihre Unabhängigkeit und eine Phase nationaler und kultureller Blüte. Für die Mittelmächte bedeutete der Vertrag die Verlagerung der Truppen und die Intensivisierung des Ersten Weltkriegs an der Westfront. Die Bolschewiki nutzten trotz immenser territorialer Verluste die Atempause, um im Inneren Russlands die Revolution voranzutreiben. Die Friedensverträge von Brest-Litowsk aus dem März 1918 und der Vertrag von Versailles von 1919 waren eine hohe Belastung für die junge Demokratie der Weimarer Republik und der Mittelmächte. Aus ihrem Geist nährten sich Revanchismusabsichten, Nationalsozialismus und die Vernichtungsideologie des „Lebensraums im Osten“.

Die Konferenz möchte diese fatalen deutschen Entwicklungen und insbesondere ihre Auswirkungen auf die Staaten Ostmitteleuropas und des Östlichen Europas aufzeigen. Das Jubiläum bietet Anlass, die Jahre 1918/1919 und die Folgen für die Zwischenkriegszeit in den europäischen Kontext zu stellen und die Zusammenhänge nationalstaatlicher Entwicklungen aufzuzeigen. Dabei sollen unterschiedliche Perspektiven europäischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einfließen.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt der Tagung:

  • Beleuchtung der weitreichenden Folgen des Friedensschlusses von Brest-Litowsk und Eingliederung in den geschichtlichen Kontext
  • Erörterung unterschiedlicher wissenschaftlicher Standpunkte in der Bewertung des Vertrages
  • Darstellung der unterschiedlichen nationalen Sichtweisen und Möglichkeiten, den Vertrag in der europäischen Erinnerungskultur zu verorten
  • Diskussion über die Aktualität des Vertrages anlässlich des 100. Jahrestags

 

Zeit: 
Donnerstag, 12. April 2018
10:00-17:00 Uhr

Ort:
Deutsche Gesellschaft e. V., Europasaal
Voßstr. 22, 10117 Berlin
 

Ansprechpartner:
Sebastian Rösner
Leiter der Abteilung EU & Europa
Tel.: 030 88412 202
» E-Mail schreiben

 
 
 

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