Workshops
„Geschichte im Koffer“ – Spuren des Alltags in den Lagern des Gulag-Systems
Mit dem Workshopangebot „Geschichte im Koffer“ – Spuren des Alltags in den Lagern des Gulag-Systems ermöglichte es die Deutsche Gesellschaft e. V. 2024 Schülerinnen und Schülern, am Beispiel von Objekten aus einem „Geschichtskoffer“ den Alltag und die Erfahrungen Gefangener in den Lagern des Gulag-Systems zu erkunden. Der Workshop richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 und hatte einen Umfang von vier Schulstunden.
Die bundesweiten Workshops wurden eingeleitet mit einem interaktiven Seminar, in dem Wissen über das sowjetische Lagersystem vermittelt wurde. Die (teils willkürliche) Internierung von vermeintlichen und tatsächlichen politischen Gegnern sowie von Kriegsgefangenen in Straflagern, deren Alltag in weiten Teilen geprägt war von katastrophalen und unmenschlichen Lebensumständen, war auch ein maßgeblicher Teil der deutschen (Nachkriegs-)Geschichte. Zwischen 1945 und 1950 entstanden auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone zahlreiche Speziallager und Gefängnisse nach dem Vorbild des Gulag-Systems.
Im Hauptteil des Workshops imitierten die Jugendlichen Forschende und analysieren Gegenstände, die als historische Quellen für die Lagerhaft dienen. Die Teilnehmenden erfuhren so, dass sich das Leben in den Lagern nicht ausschließlich mit „Stacheldraht und Hunger“ beschreiben lässt. Auf Basis von ergänzenden Lehrmaterialien und unter der Anleitung der Referentin der Deutschen Gesellschaft e. V. setzten sie sich mit Teilaspekten der Lagergeschichte auseinander.
Der differenzierte Umgang mit diesem Thema sensibilisierte Schülerinnen und Schüler für die Auswirkungen von historischen und kontemporären Menschenrechtsverletzungen sowie für staatlichen Missbrauch und totalitäre Repression.
Ansprechpartnerin:
Christina Heiduck
Referentin der Abteilung Politik & Geschichte
Tel.: 030 88412 191
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