Projekttage/Workshops
„Alles in (Un)Ordnung? – Deutschland in der Welt von morgen“ – Zukunftswerkstätten mit Jugendlichen zur Rolle Deutschlands in einer unsicheren Weltordnung
In den Projekttagen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schülern mit dem Thema, welche Rolle Deutschland in der Welt von morgen spielen sollte – und welche Vorstellungen die junge Generation selbst davon hat.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die internationale Sicherheitsarchitektur erschüttert und die Frage nach der außen- und sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands neu aufgeworfen. Bündnispartner wie die USA erscheinen nicht mehr bedingungslos verlässlich; zunehmend wird gefordert, europäische Sicherheit eigenständiger zu denken. Ergänzend zu dieser geopolitischen Neuausrichtung wird in Deutschland über die Wiedereinführung der Wehrpflicht debattiert: Auch die Eskalation im Nahen Osten im Zuge des Kriegs in Israel und Gaza hat das Spannungsfeld zwischen wertegeleiteter Außenpolitik und historischen Verpflichtungen Deutschlands deutlich gemacht. Diese Entwicklungen zeigen, wie komplex und ambivalent Deutschlands Rolle in einer veränderten Weltordnung verhandelt wird. Jugendliche erleben sicherheitspolitische Risiken, geopolitische Machtverschiebungen und normative Zielkonflikte nicht mehr als abstrakte Fragen, sondern als Faktoren mit unmittelbarer Relevanz für ihre Zukunft. Es entsteht daher ein klarer Bedarf an Angeboten, die Orientierung geben, multiperspektivische Einordnung ermöglichen und Räume eröffnen, in denen Fragen und Unsicherheiten sachlich und offen diskutiert werden können.
Die Deutsche Gesellschaft e. V. nimmt diese Ausgangslage zum Anlass, jungen Menschen in zehn „Zukunftswerkstätten“ die Möglichkeit zu geben, sich aktiv mit aktuellen außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen auseinanderzusetzen und eigene Positionen im Spannungsfeld zwischen historischer Verantwortung und aktueller Weltlage zu entwickeln und zu diskutieren.
Drei Themenschwerpunkte stehen zur Auswahl:
1. „Deutschland zwischen Bündnistreue und Eigenverantwortung“ – Rolle in NATO, EU und internationalen Einsätzen
2. „Wehrhaftigkeit der Demokratie?“ – Debatten um Wehrpflicht, Zivilschutz und gesellschaftliche Resilienz
3. „Deutschlands Außenpolitik in der Krise?“ – Umgang mit autoritären Staaten und Konflikten wie dem Gaza-Krieg und Deutschlands völkerrechtliche Verantwortung
Jede Veranstaltung (für ca.20–40 Jugendliche/ 1–2 Schulklassen) wird als Projekttag im Umfang von etwa sechs Schulstunden (ca. 4,5 Zeitstunden plus Pausen) direkt an der Schule durchgeführt.
Beispielhafter Ablaufplan einer Zukunftswerkstatt:
I. Impuls, Grundlagenarbeit und Organisation (30 Minuten)
II. Gruppenarbeitsphase I Kritikphase (40 Minuten)
III. Gruppenarbeitsphase II Utopiephase (40 Minuten)
IV. Gruppenarbeitsphase III Realisierungsphase (40 Minuten)
V. Moderierte Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Lerngruppen (90 Minuten) mit Expertinnen/Experten bzw. Entscheidungsträgerinnen/Entscheidungsträgern
VI. Evaluation der Veranstaltung (30 Minuten)
Die Teilnahme ist für die Schulen vollständig kostenfrei.
Jede Veranstaltung (für ca. 20–40 Jugendliche/1–2 Schulklassen) wird als Projekttag im Umfang von etwa sechs Schulstunden (ca. 4,5 Zeitstunden plus Pausen) direkt an der Schule durchgeführt. Bei Interesse können Sie unkompliziert Terminvorschläge sowie die wichtigsten Angaben zu Ihrer Schule und Lerngruppe über unser Google-Forms-Formular übermitteln (eine Anmeldung oder ein Google-Konto ist dafür nicht erforderlich):
Förderer:
Ansprechpartner:
Lynn Zimmermann
Referentin Abt. EU&Europa
Tel.: 030 88412 163
Dr. Lars Lüdicke
Bevollmächtigter des Vorstandes
Tel.: 030 88412 203

