Barcamp für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Sprache, Macht, Manipulation
![]() |
Worum geht es?
Die politische Kommunikation hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Plattformen wie TikTok, Instagram oder X prägen, wie politische Themen vermittelt, diskutiert und bewertet werden. Für die politische Bildungsarbeit bietet dies Chancen und Risiken: Digitale Medien eröffnen niedrigschwellige Zugänge zu politischen Inhalten, fördern Teilhabe und ermöglichen neue Interaktionsformen. Gleichzeitig begünstigen die Logiken sozialer Plattformen Emotionalisierung, Vereinfachung und Polarisierung, was eine sachliche Auseinandersetzung erschwert. In dieser Gemengelage kommt der politischen Bildung eine zentrale Rolle zu: Sie muss dazu befähigen, digitale Kommunikationsdynamiken zu verstehen, manipulative Sprachmuster zu erkennen und reflektiert sowie verantwortungsvoll im digitalen Raum zu handeln.
Was ist das Ziel des Barcamps?
Das zweitägige Barcamp greift diese Herausforderung auf: Es bietet Fachkräften der politischen Bildung, Lehrkräften und Lehramtsstudierenden einen Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen. Leitziel ist es, politische Bildungsarbeit an die Bedingungen digitaler Kommunikation anzupassen, wirksame Methoden zu entwickeln und so zu einer widerstandsfähigen demokratischen Kultur im digitalen Raum beizutragen.
Wie ist das Barcamp aufgebaut?
Die Deutsche Gesellschaft e. V. lädt 40 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende sowie Fachkräfte aus schulischer und außerschulischer Bildung am 9. und 10. September in das Zeitgeschichtliche Forum nach Leipzig ein (Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig). Im Mittelpunkt steht nicht ein festes Programm, sondern die aktive Mitgestaltung durch die Teilnehmenden: Themen, Fragestellungen und Formate werden von ihnen selbst eingebracht, gemeinsam priorisiert und in Arbeitsgruppen behandelt.
Welche Inhalte erwartet die Teilnehmen?
In verschiedenen Sessions setzen sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen digitaler politischer Kommunikation auseinander. Dabei geht es unter anderem um die Auswirkungen sozialer Medien auf politische Meinungsbildungsprozesse, um den Umgang mit Desinformation und manipulativen Sprachmustern, um die Förderung von Medienkompetenz sowie um die Frage, wie digitale Kommunikationsräume sinnvoll in der politischen Bildungsarbeit aufgegriffen werden können.
Begleitet von Expertinnen und Experten entwickeln die Teilnehmenden konkrete Ansätze für die Praxis: Konzepte, Methoden und Materialien, die dabei unterstützen, aktuelle Formen digitaler Kommunikation in schulischen und außerschulischen Kontexten aufzugreifen und pädagogisch nutzbar zu machen. Die erarbeiteten Ideen werden in einer digitalen Handreichung gebündelt und kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme ist kostenfrei; um Anmeldung wird gebeten.
Ansprechpartnerin und Anmeldungen:
Alina Schulz
Leiterin der Abteilung Kultur & Gesellschaft
Tel.: 030 88412 192
» E-Mail schreiben



