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Wissenschaftliche Tagung

„Drei Jahrzehnte Aussiedler- und Minderheitenpolitik – Eine Erfolgsgeschichte im Fokus“

Im Januar 2021 wurde die ‚Minority Safetypack Initiative‘ von der Europäischen Kommission abgelehnt. Während in Deutschland seit über 30 Jahren erfolgreich Minderheitenpolitik betrieben wird, fehlt ein einheitlicher europäischer Ansatz weiterhin.

Ziel der Tagung ist eine Bestandsaufnahme der Aussiedler- und Minderheitenpolitik Deutschlands. Dabei werden erreichte Erfolge und aktuelle Entwicklungen herausgearbeitet. Darüber hinaus soll der nationale Blick durch einen europäischen Vergleich mit minderheitenpolitischen Regelungen in anderen Staaten ergänzt werden. Abschließend sollen Perspektiven einer möglichen weitergehenden europäischen Regulierung des Politikfeldes (EU, Europarat, OSZE) diskutiert werden.

Vorgesehen sind dabei Podien zu folgenden Schwerpunkten:

  • Die deutsche Aussiedler- und Minderheitenpolitik – Erfolge und aktuelle Entwicklungen
  • Von Tondern über Eupen nach Bozen – Minderheitenpolitik im europäischen Vergleich
  • Minority Safepack Initiative & Co. – Zur Perspektive einer europäischen Regulierung

Es werden Vertreterinnen und Vertreter von Jugendverbänden eingebunden – zum Beispiel zur Diskussion ihrer Forderungen an die nationale und europäische Ebene oderzu Identitätsfragen: Spielt die Zugehörigkeit zu einer Minderheit für junge Menschen heute noch eine Rolle? Fühlen und identifizieren sie sich noch als Angehörige dieser Minderheit?

Die wenigsten Staaten in der EU sind homogen und das Verhältnis zwischen verschieden Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft in den einzelnen Mitgliedsstaaten ist unterschiedlich. Mit der Einrichtung des Amts des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten beim Bundesministerium des Innern im Jahre 1988 kann Deutschland auf mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte vorbildlicher Regelungen verweisen, was die Förderung deutscher Minderheiten im Ausland sowie von nationalen Minderheiten in Deutschland betrifft.

Daneben gibt es modellhafte Regionen in Nachbarländern, in denen minderheitenpolitische Standards gesetzt werden. Die Ostkantone (Belgien), Nordschleswig (Dänemark) und Südtirol (Italien) sind hier beispielhaft zu nennen. In anderen Staaten wie Frankreich wiederum existieren keine offiziell anerkannten Minderheiten, in weiteren europäischen Staaten wie etwa Spanien bestehen teils langjährige Konflikte zwischen Zentralstaat und regionalen Minderheiten.

Auf EU-Ebene wird Minderheitenpolitik nur unter dem Punkt der Antidiskriminierung berücksichtigt, obwohl es zunehmend Stimmen gibt, die eine spezifische Regulierung minderheitenpolitischer Fragen seitens der EU fordern. So haben etwa Hartmut Koschyk, früherer Inhaber des Amtes des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, sowie Markus Meckel, Stiftungsratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sich dafür ausgesprochen.

Die Europäische Bürgerinitiative ‚Minority Safetypack Initiative‘, welche von über 1,2 Millionen EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern unterzeichnet wurde, umfasst ein Paket von Gesetzesvorschlägen, die den Schutz nationaler Minderheiten gewährleisten sollten. Trotz der breiten Unterstützung in der europäischen Bevölkerung lehnte die Europäischen Kommission ein Gesetzesvorhaben ab.

Zielgruppe der Veranstaltung sind neben Wissenschaft, Politik und Presse vor allem Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie die interessierte Öffentlichkeit. Darüber hinaus werden auch die Botschaften der in den Panels thematisierten Länder gezielt angesprochen. Auch Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder von Verbänden und Landsmannschaften und weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren kommen zu Wort.

Die wissenschaftliche Tagung wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie das Nordost-Institut (IKGN e. V.) gefördert. Sie findet in Kooperation mit dem Bund der Vertriebenen (BdV) statt.

Das Programm der Tagung finden Sie demnächst an dieser Stelle.

Wichtiger technischer Hinweis: Die Beteiligung des Publikums läuft nicht über die Kommentarfunktion, sondern per Live Chat. Dazu benötigen Sie – sofern Sie über das Anschauen hinaus aktiv teilnehmen wollen – einen Google- oder You Tube-Account, über den Sie sich bei YouTube anmelden können.

Sollten Sie über keinen solchen Account verfügen oder keinen solchen anlegen wollen, schicken Sie mir bitte vor oder während der Veranstaltung eine E-Mail () oder ein Fax (030/88 412 223) mit Ihren Fragen. Diese werden dann dem Moderator vorgelegt.

Für Rückfragen und technische Unterstützung stehe ich Ihnen vor und während der Veranstaltung gern zur Verfügung.

Ort:
YouTube-Kanal der Deutschen Gesellschaft e. V.

Zeit:
28. Oktober 2021, 10:00 - 16:00 Uhr


 

Ansprechpartner:
Jan Roessel
Referent EU & Europa
Tel.: 030 88412 251
» E-Mail schreiben

 

Förderer:

 BMI Fz 2018 Office Farbe de

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